Liebe Eltern,

mein Name ist Ute Pilz, ich arbeite seit Mai 2003 als Tagesmutti.

Geboren wurde ich am 19. September 1963 in Weißwasser. Ich wuchs mit
4 Geschwistern in dem schönen Dörfchen Daubitz, in der Nähe meines Geburtsortes, auf.

Nach Abschluss der 10. Klasse einer Polytechnischen Oberschule erlernte ich zunächst den, für ein junges Mädchen  recht unkonventionellen Beruf eines Elektromonteurs im Braunkohlekraftwerk Boxberg. Dies war für damalige Verhältnisse recht einträglich, aber ein sehr schweißtreibendes Handwerk.

Während dieser Zeit lernte ich meinen Mann kennen. 1984 heirateten wir und zogen hier her, nach Bad Liebenwerda. Bald darauf wurden unsere Kinder Stephan und Marie, in einem Abstand von einem Jahr geboren. Schon wurde es in unseren zwei Zimmern bei den Schwiegereltern eng und wir entschlossen uns, ein Haus zu bauen.

Etwa zur gleichen Zeit begann ich, als Erziehungshelfer im Kinderhort Zobersdorf zu arbeiten. Im darauf folgenden Jahr ergab sich für mich die Möglichkeit zu einem einjährigen Fernstudium am Institut für Lehrerbildung in Cottbus  und so kam es dann, dass ich 11 Jahre im Kinderhort als Erzieherin tätig war und dort mit Freude Kinder betreut habe.Aus betrieblichen Gründen erhielt ich 1997 die Kündigung.Nun stand ich da, ein wenig orientierungslos und überfordert mit Arbeitsuche, Arbeitsamt und Behördenkram.

Was dann passierte? Ich wurde schwanger und genau am Silvestertag des Jahres 1998 kam unser 3. Kind, namens Max, zur Welt.

Ich blieb also erst einmal für 2 Jahre zu Hause und kümmerte mich ganz um das Baby und um meine Familie. Ich habe diese Zeit sehr genossen.

Irgendwann aber fehlte mir dann doch etwas und ich war auf der Suche nach neuen Aufgaben. Max ging in eine Kita    und ich begann eine Umschulung. Ich wurde, nach anfänglichen Schwierigkeiten, doch dann recht erfolgreich,  Werbekauffrau. Ein toller Beruf, der viel Spaß machen kann, aber die Aussichten auf eine Anstellung sind leider   gering.

Inzwischen erlernt mein ältester Sohn den Beruf des Steinmetzes, weit weg von hier, in Prien am Chiemsee. Er ist nun noch selten zu Hause. Marie, meine Tochter, besucht die 13. Klasse des Echtermeyer Gymnasiums.

Aufgrund dieser Umstände und der Tatsache, dass ich gern Erzieherin war, und wieder mit Kindern arbeiten möchte, habe ich mich im Frühjahr 2003 entschlossen, ein Tagespflegeseminar zu besuchen und ich wünsche mir, dass mein Tagespflegeangebot von interessierten Eltern und ihren Kindern angenommen wird. Nach einer „Phase des Probierens“ habe ich mich, auch auf Grund der guten Resonanz, entschlossen, mein Angebot in der Kindertagespflege ab Februar 2004 freiberuflich weiter zu führen.

Auch mein Mann hat sich anstecken lassen und hat 2005 die Weiterbildung zur Kindertagespflege erfolgreich absolviert.


Mit freundlichen Grüßen

Ute Pilz